Tipps&Tricks

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Warum Clicker-Training?

  • Der Clicker ist relativ einfach zu bedienen und die Handhabung fast für jeden Menschen umsetzbar.
  • Das Clickertraining ist für jeden Hund umsetzbar, es sei denn er ist taub.
  • Unerwünschtes bzw. ungenügendes Verhalten wird nicht belohnt (in diesem Fall kein Click-Leckerchen) aber auch nicht bestraft. Es passiert einfach nichts. Dadurch keine Gefahr des Vertrauensverlustes.
  • Das Training mit Clicker vereinfacht dem Halter/Trainingspartner ein optimales Timing zwischen erwünschtem Verhalten und Belohnung zu erreichen – als „Brückensignal“ (erst wird innerhalb von 0,5 – 2 Sekunden nach Zeigen des gewünschten Verhaltens geclickert und dann erst ein Leckerchen gegeben) eingesetzt, gewährleistet der Clicker die punktgenaue Belohnung innerhalb von 0,5 – 2 Sekunden nach Zeigen des gewünschten Verhaltens. Das ist wichtig, weil der Hund sonst keine Verknüpfung zwischen seinem Verhalten und der Belohnung herstellen kann. Fehlverknüpfung bedeutet, dass der Hund ein anderes, wie das gewünschte Verhalten mit der Belohnung verknüpft. Z.B. der Hund setzt sich aufgrund des Signals „Sitz“, aber es wird erst geclickert, wenn der Hund bereits wieder aufsteht.
  • Timingfehler fallen eher auf. Sowohl dem Trainer als auch dem Halter selbst. Bessere Korrekturmöglichkeit.
  • Die Versachlichung gegenüber dem Hund wird bewusst
  • Nonverbale Kommunikation besser umsetzbar
  • Sehr konzentrativ, dadurch eine hohe mentale Auslastung. Es sind am Tag nur 2-3 kleine Trainingsabläufe nötig und die können bei den allermeisten Haltern besser in den Tagesablauf integriert werden. Dadurch wird das Training eher kontinuierlich ausgeführt und Regelmäßigkeit ist besonders am Anfang sehr wichtig.
  • Die Aufmerksamkeit des Hundehalters wird automatisch darauf gelenkt, was der Hund richtig macht. Leider neigen wir Menschen nämlich dazu eher Fehlverhalten wahrzunehmen
  • Fokussierung des Hundes auf den Halter/Trainingspartner kann schnell und leicht erreicht werden (Clicken beim spontanen in die Augen schauen)
  • Der Clicker klingt stets neutral und ist nicht, wie unsere Stimme, von Emotionen beeinflusst
  • Bei Hunden mit Übergewichtsproblemen ist nach eingeübtem Clickertraining die Belohnung ohne ständige zusätzliche Leckerchengabe von Vorteil
  • Optimale Umsetzung der operanten (instrumentellen) Konditionierung möglich

Informationen/Tipps zum Clicker-Training

  • Clicker bekommt man in verschiedenen Lautstärken im Handel. Bei einem eher schreckhaften Hund, sollte daher beim Kauf auf einen leisen Clicker geachtet werden
  • Beim Kauf von mehreren Clickern ist auf Gleichartigkeit zu achten
  • Das „Fokus-Clicken“ (spontanen Blickkontakt clicken) ist eine der wichtigsten Basisübungen überhaupt, weil sie die Bindung und Konzentration fördert. Klappt diese Übung gut, dann gelingt es dem Halter meist gut, den Hund in verschiedensten Situationen auf sich zu fokussieren
  • Da vor allem beim beginnenden Clickertraining eine hohe Anzahl an Leckerchen verfüttert wird, empfiehlt es sich, eher sehr kleine Lekerchen auszuwählen

 

ACHTUNG:

  • Der Clicker sollte ohne professionelle Anleitung nicht angewandt werden – ein Clicker-Training beim Hundetrainer ist unbedingt empfehlenswert
  • Der Clicker darf nicht als Lock- oder Aufmerksamkeitssignal eingesetzt werden! Der Clicker ist ein Belohnungs- bzw. Bestätigungssignal für erwünschtes Verhalten.
  • Wie immer ist auch hier darauf zu achten, dass die beim Clickertraining verfütterte Kalorienzahl bei der Tagesration des Hauptfutters abzuziehen ist